Rezension: Schimmel/Basak/Reiß. Juristische Themenarbeiten

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Der Verfasser dieser Rezension kann sich noch zu gut erinnern, wie er vor seiner ersten Seminararbeit im Schwerpunkt saß: Sechs Wochen Zeit, viele Seiten zu schreiben und eine vollkommen fallunabhängige Aufgabe. Als wäre die fachliche Problematik nicht schon herausfordernd genug, wurde nun erstmalig auch eine juristische Themenarbeit erwartet. Den Lehrstoff erlernte man in der Vorlesung, den Gutachtenstil übte man in der AG, doch für eine derartige Arbeit war der junge Student komplett auf sich allein gestellt. Das Werk „Juristische Themenarbeiten“ von Schimmel/Basak/Reiß (C.F. Müller) wäre dem Verfasser damals eine große Hilfe gewesen, sofern es hält, was es verspricht. Ob dem so ist, finden wir gemeinsam in den nächsten Zeilen heraus.

Aufbau und Layout des Buches

Das Layout der allermeisten Neuerscheinungen ist modern und übersichtlich. So verhält es sich auch bei diesem Werk. Der Aufbau kommt dem Juristen sehr entgegen, denn das Buch teilt sich in einen allgemeinen und einen besonderen Teil. Eine gelungene Strukturierung, da die zu Anfang stehenden Kapitel (Arbeitstechnik und Wissenschaftlichkeit der Arbeitsweise) Gültigkeit für alle Arten von Themenarbeiten besitzen, während die nachfolgend dargestellten Kapitel die Besonderheiten der Vielzahl von Themenarbeiten voneinander abgrenzen.

Inhalt „Juristische Themenarbeiten“

Im allgemeinen Teil sticht vor allem das große Kapitel über die sprachlichen Anforderungen an einen wissenschaftlichen Text heraus. Auf über einhundert Seiten erläutern die Autoren umfassend, wie eine juristische Themenarbeit sprachlich sauber zu formulieren und zu strukturieren ist. Sie geben so eine praxisnahe Hilfestellung, an welcher sich der Student auch während der Bearbeitung seiner eigenen Ausarbeitung gut orientieren kann.

Die einzelnen Kapitel im besonderen Teil folgen stets dem gleichen Schema: Beispiele, Besonderheiten bei der Bearbeitung und Besonderheiten bei der Recherche. Ob nun für historische, rechtspolitische oder dogmatische Arbeiten: Für jeden Aufgabentyp ist etwas dabei. So kann sich der Student, entsprechend der konkreten Aufgabengestaltung, nur ebenjenes Kapitel raussuchen, welches die passenden Antworten auf seine Fragen verspricht. Dies erspart unnötige Arbeit und macht das Werk von Schimmel/Basak/Reiß zu einem effizienten Hilfsmittel.

 

Fazit: eine echte Hilfe

Wer grundsätzlich keine Schwierigkeiten hat, wissenschaftliche Texte ansprechend zu formulieren und noch nie über mehrere Stunden vor einer leeren ersten Seite saß, für den ist das Buch „Juristische Themenarbeiten“ möglicherweise nicht von großem Nutzen. Leider sind diese Menschen in der krassen Minderheit, sodass innerhalb der juristischen Studentenschaften sicherlich ein großer Adressatenkreis besteht, dem dieses Werk eine echte Hilfe ist. Der Verfasser dieser Rezension hätte es gerne schon früher entdeckt und kann es einem jeden Interessierten uneingeschränkt ans Herz legen.

Autor: Fabian Eicker

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Ich studiere Jura an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und bin Werkstudent im Bereich Social Media bei C.H.BECK. Im Zuge dessen betreue ich vorwiegend die Facebook-Seite Jura-Student/in, darüber hinaus unterstütze ich das Redaktionsteam von beck-shop.de BLOG. fabian.eicker@beck.de