Rezension: Wirtz/Lüdde. Die Klausur im Zivilrecht

Das Skript Die Klausur im Zivilrecht ist Bestandteil der neuen „Überblick“-Reihe von Alpmann Schmidt und ist in diesem Jahr in der ersten Auflage erschienen. Die Autoren Dr. Tobias Wirtz und Dr. Jan Stefan Lüdde sind denjenigen, die auch während des Studiums bereits mit den Alpmann Skripten gearbeitet haben, bekannt. Von der äußerlichen Erscheinung und dem Aufbau erinnert das Heft an die Exemplare der Rechtsprechungszeitschrift RÜ aus dem Hause Alpmann Schmidt.

Wirtz / Lüdde
Die Klausur im Zivilrecht
2017, 44 S., Alpmann Schmidt, ISBN 978-3-86752-563-3,
Preis 5,00 € inkl. MwSt.

Inhalt des Werkes „Die Klausur im Zivilrecht“

Das Heft umfasst 44 gut überschaubare Seiten. Inhaltlich ist es in drei Teile gegliedert: Herausgabeansprüche, Schadensersatzansprüche sowie Aufwendungs- und Verwendungsersatzansprüche. Damit umfasst es die wesentlichen Ansprüche einer Zivilrechtsklausur. Zu Anfang jeden Teils wird ein Überblick und eine Einleitung zu den jeweiligen Ersatzansprüchen gegeben. Auch die Konkurrenzen werden in jedem Teil behandelt. Die Ansprüche sind immer nach der Prüfungsreihenfolge in vertragliche, vertragsähnliche, dingliche, deliktische und bereicherungsrechtliche Ansprüche unterteilt. Es werden verschiedene Varianten durchgegangen, bei denen der jeweilige Anspruchstypus entstehen kann. So werden alle wesentlichen Konstellationen, die einem in der Klausur begegnen könne, durchgegangen. Am Rand finden sich immer wieder kurze Aufbauschemata. Zum Teil werden die Prüfungsschemata auch nochmal auf das Wesentliche beschränkt erläutert. Hierbei werden die wichtigsten Probleme berücksichtigt. Es wird allgemeines Wissen, aber auch anspruchstypische Besonderheiten und die wichtigsten Probleme angesprochen.

Fazit zum Heft 

Das Werk vermittelt das wesentliche Prüfungswissen in einer kompakten Form. Dabei werden dennoch alle wichtigen Punkte behandelt. Mit einem Umfang von 44 Seiten ist die „die Klausur im Zivilrecht“ gut durchzuarbeiten. Sie dient nicht der erstmaligen Erarbeitung der anspruchstypischen Besonderheiten, sondern dem gezielten Repetieren von wesentlichen Anspruchsgrundlagen und ihren Besonderheiten.

„Die Klausur im Zivilrecht“ ist geeignet, um sich einen ersten Überblick der Anspruchsgrundlagen zu verschaffen. Meiner Meinung nach eignet es sich aber noch besser, um vor einer zivilrechtliche Klausur oder dem Examen die wesentlichen Anspruchsgrundlagen zu wiederholen und zu festigen. Als Bonus beinhaltet das Heft posterartige Übersichten über die wichtigsten Herausgabe-, Schadensersatz- und Aufwendungsersatzansprüche. Diese können gut zum Einprägen über den Schreibtisch gehangen werden. Auch ein Poster über das Haftungssystem des EBV ist vorhanden. Preislich liegt das Heft bei 5 Euro und ist damit das preiswerteste Exemplar der Alpmann Schmidt Reihe. Der Preis ist absolut angemessen für den Inhalt des Heftes. Es umfasst nicht alle zivilrechtlichen Ansprüche, was in dem kurz gehaltenen Heft aber auch kaum möglich wäre. Dennoch bietet es, wie der Name der Reihe bereits sagt, einen sehr guten Überblick.

Autorin: Marie Dalter

Marie Dalter

Marie Dalter ist seit Juni 2017 Werkstudentin bei C.H.BECK. Sie studiert Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum und ihre Studienschwerpunkte liegen im Europa- und Völkerrecht.